Ein Dokumentarfilm, der den Zuschauer fordert
Der Film "Auf halbem Weg zum Himmel" ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahre 2008. Die Regie führten Andrea Lammers und Ulrich Miller, der Film ist ab 12 Jahre frei gegeben und läuft 108 Minuten. Die Schauspieler sind native Guatemalteken und spielen sich selbst, deswegen ist die Sprache des Films auch Spanisch.
Zum Inhalt des Films
Der Film spielt zur Zeit des Bürgerkrieges in Guatemala, im Jahr 1995. Der Bürgerkrieg hatte 1960 begonnen und viele Bewohner ins Exil getrieben. Als die Geschehnisse sich beruhigen, zogen einige Bewohner aus dem Exil Mexiko zurück in ihre Heimat und gründeten das Dorf La Aurora ("Die Morgenröte" auf spanisch). Nur ein Jahr nach der Gründung, als die Bewohner gerade die Feier zum Jubiläum vorbereiten wollen, kommen bewaffnete Soldaten in das Dorf. Sie wollen die Heimkehrer einschüchtern. Doch die Einwohner stellen sich gegen das Militär und fordern sie auf, das Gebiet zu verlassen. Daraufhin kommt es zu einer Schießerei, mehreren Verletzten und elf Toten. Das Dorf wendet sein Wissen aus der Zeit im Exil an und verklagt daraufhin ihr Land. Die Anklage lautet: Staatsverbrechen. Doch die junge Demokratie existiert bisher nur theoretisch, wie sie bald feststellen müssen.
Nicht nur schauen, sondern auch denken
Wie bei vielen Dokumentarfilmen ist es auch hier besser ein paar Fakten schon zu kennen, um die Geschichte besser zu verstehen. Gerade ein Film über ein Land mit einer so unbeständigen Geschichte wie Guatemala, das von vielen Diktatoren in seiner Entwicklung gestört wurde, benötigt verständnisvolle Zuschauer. Dies ist sicherlich auch der Grund, wieso der Film nur auf ausgewählten Festivals lief und nur zwei Mal im Fernsehen gezeigt wurde.
Menu
- Ein Dokumentarfilm, der den Zuschauer fordert
- Hintergründe zum Film
- Vom Massaker bis zum Film
- Eine traurige Geschichte - die Politik des Landes
- Guatemala - ein Land im Mittelpunkt
- Meine Reise
- Zweite Reise nach Guatemala
- Auf halbem Weg zum Himmel - Was der Film macht
- "Auf halben Weg zum Himmel" - mehr als nur Kino